Wie unabhänig und umfassend berichten und sind PC-Zeitschriften?
Die Frage ist nicht allein was Microsoft macht, sondern was Fachzeitschriften, Verlage und Chefredakteure für Geld in diesem Zusammenhang machen.
Siehe auch: Das scheinbare Informationszeitalter!
CHIP
Die Zeitschrift CHIP hat ihre journalistische Glaubwürdigkeit bewahrt und sogar noch ausgebaut. Dazu gesellen sich noch weitere, z.B die ComputerBild und div. Unix- und Linux-Zeitschriften. CHIP hat den Microsoft Knebelvertrag zur MS-Office 2007 Beta Software nicht unterschrieben. Die Beta-Software konnte man aus dem Internet herunterladen, Microsoft rät selbst diese Software nicht für die produktive Arbeit einzusetzen. Während Verlage ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen, und Leser sich als Office-Beta-Software-Tester zur Verfügung stellen, können CHIP Leser mit einer aktuellen ausgereiften Office Software (Vollversion) direkt mit produktiver Arbeit loslegen. Link: chip.de
c`t
Das Erstaunen war gross. Die Sonst so nüchterne PC-Zeitschrift c`t (heise.de), präsentierte sich in der Ausgabe 12/2006 mit reiserischen Titeln sehr Pro-Microsoft. Verschwunden war die in Fachkreisen allgemein bekannte Entäuschung und Kritiken über Windows Vista und MS-Office 2007. Der MS-Office 2007 Beta CD Skandal, eine Lawine, ausgelöst von der Zeitschrift Computerbild, war nicht mehr aufzuhalten. Die c`t hat den Microsoft-Vertrag unterschrieben, gibt dies auch offen zu und versuchten dann aber (allen voran Christian Persson) in etlichen Stellungnahmen zu retten, was noch zu retten war. Doch wie im Forum, auf Grund der vielen kritischen Stimmen (mit positiven Bewertung) ersichtlich ist, wurde mit dieser Ausgabe viel Geschirr zerschlagen. Der Vertrauensbruch bleibt hoch, auch nach der gedruckten kurzen Stellungnahme.
Link: http://www.heise.de/ct/foren/go.shtml?read=1&msg_id=10510851&forum_id=2
PCtipp
Warum berichtet die Zeitschrift PCtipp (pctipp.ch) kaum über Open Source Software? Auf diese Frage wurde von PCtipp geanwortet: Mann werde von Microsoft gesponsert. Nun, einige Jahre später, wird diese Frage folgendermassen beantwortet: «Der PCtipp richtet sich in erster Linie an Heim-PC-User, deshalb die spezifische Themenauswahl. Falls Sie Informationen für IT-Profis suchen, sind Sie bei der Wochenzeitschrift Computerworld richtig, die vom gleichen Verlag wie Pctipp herausgegeben wird.». Aha. Linux oder generell Open Source Software wird also nicht von «Heim-PC-User» benutzt? Warum findet man dann bei der PCtipp doch gelegentlich Openoffice.org Tipps? Offenbar gibt es doch User die Open Source Software zu Hause verwenden.
Fazit
Schön geredete Worte, besonders im Nachhinein, sind das eine, ausgeführte Taten (Microsoft Knebelvertrag unterschreiben - gewisse Software auf CD) das andere. Die Zeitschrift Chip rückt in das Blickfeld aller intressierten Leser die objektiv informiert sein wollen. Ein c`t Abonnement ist so gegenüber der Konkurrenz keiner Dauerhaftigkeit standhaft, die schweizer Zeitschrift PCtipp berichtet (selbst zugegeben) mit klarer Absicht einseitig. Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit und scheinbar ohne Bedenken einseitig und das zugunsten meist einer Firma (die keine Finanzielle Unterstützung nötig hat) berichtet wird, und dies dem Leser als journalistische Freiheit und Offenheit verkauft wird. Dies alles im so genannten Informationszeitalter.




