Küppers Farbenlehre
Zur Farbenlehre von Harald Küppers.
Unterschiedliche Einteilung, Anzahl und Darstellung der Farben in Küppers «Basisschema der Farbenlehre»
Unterschiedliche Einteilung der Farben in Küppers «Basisschema der Farbenlehre»
Für Harald Küppers gibt es 8 Grundfarben. Im Küppers «Basisschema der Farbenlehre» mischt er die benachbarten bunten Grundfarben je ein mal und die daraus entstandenen Farben wiederum je ein mal, also 2 mal, so dass dazwischen je 3 Farbe entstehen.
Die unbunten Grundfarben jedoch mischt er einmal und dann werden die daraus resultierenden Farben gedrittelt, so dass zwischen Weiss und Schwerz 5 Farben entstehen. Dies ergibt unterschiedlich viele Farben und Farbraster:
- Zwischen bunten Grundfarben: 3 Farben. Farbraster 15°/25%
- Zwischen unbunten Grundfarben: 5 Farben. Farbraster 10°/16.66%
Durch die 10°-Einteilung der unbunten Grundfarben, ist die grauen Mischfarben von Rot, Grün und Blau (#AAAAAA), sowie Cyan, Magenta und Gelb (#555555) auf Küppers «Basisschema», was sie bei einem 15°-Raster nicht währen. Auf einem 15°-Raster gibt es die Farbe Orange (#FF8000), aber auf einem 10°-Raster auch. Eine einheitliche Einteilung entspricht der Sechskant-Doppelpyramide und dem Doppelkegel. Im Farbwürfel ist die Unbuntlinie zwar länger als die Buntlinie, aber für Küppers ist ja der Rhomboeder «der ideale Farbraum» wo die Unbuntline um ein vielfaches länger ist als die auf seinem «Basisschema der Farbenlehre». Siehe Farbraster
Unterschiedliche Anzahl der Farben in Küppers «Basisschema der Farbenlehre»
Es gibt 8 Grundfarben Blau zum Beispiel kommt 2 mal vor. Weiss und Schwarz aber 4 mal.
Unterschiedliche Darstellung der Farben in Küppers «Basisschema der Farbenlehre»
Weiss, Schwarz und zum Beispiel Grün sind Grundfarben. Form und Grösse sind aber im Schema unterschiedlich.
Küppers verwendet 5 - 7 unterschiedliche Formen:
- Rechteck
- Viereck
- Fünfeck
- Parallelogramm
- Sechseck
- Stern mit 6 Zacken
- Kleiner Stern mit 6 Zacken
An den vielen unterschiedlichen Formen inherhalt einer Form dem Sechseck (oder Farbraumes) sieht man, dass Küppers nicht nur Formen und Farbmodelle vermischt, sondern auch Formen darstellt, die überhaupt nicht in bekannte Farbmodelle und schon gar nicht in Küppers speziellen Farbraum vor kommen. Unverständlich.
Küppers «Basisschema der Farbenlehre» ist aufgeteilt
Ein Farbraum ist nie aufgeteilt in ein Schema mit bunten und unbunten Farben und in eine Unbuntlinie. «Basisschema der Farbenlehre» ist das aber.
Fazit: Küppers Lehre ist in diesem Punkt, wie auch bei seinen «Farbensonnen» nicht logisch, konsquent und begründet. Wenn Küppers den Rhomboeder als «der ideale Farbraum» bezeichnet, dann müsste gerade sein «Basisschema der Farbenlehre» darauf aufbauen, was es aber nicht tut. Vielmehr ist es dem Farbwürfel ähnelnd. Im Farbwürfel ist die Unbuntlinie zwar etwas länger als die Buntlinie, dieser dreidimensionale Raum des Farbwürfels aufgeteilt, ergibt aber nicht mehr unbunte Farben als Bunte. Jede Farbe im Farbwürfel hat den gleichen Abstand zu einer benachbarten Farben. Die ist im Rhomboeder nicht der Fall. Die unterschiedliche Anzahl der Grundfarben und ihre Form sowie die ungleiche Einteilung der Farben dazwischen verwirren. Geräde bei einem solchen «Schema», das für didaktische Materialien verkauft wird, ist das sehr bedenklich.
Kommentar: Einzelne Farben in einem Schema stellt man idealerweise kreisförmig dar, da eine Farbe einem Punkt in einem Farbraum entspricht. Andersförmige Darstellungen sind im Grunde Ausfüllungen zur nächsten Farbe (in einem Farbraum). Die Anordnung der Farben können je nach Farbraum in einem Sechseck oder in einem Kreis dargestellt werden.
So sind denn einige teilweise gute «Farbschema» folgende:
- Ames Jim, 1996: Color Theory Made Easy
- Weber Helen, 2006: Digitale Farbe, Handbuch Farbkomposition and Handbuch Farbkomposition - Webcolors.
- Greve, Kai, 2005: Der Farbwürfel für RGB
- Zwahlen Christian, 2009: Doppelkegel, Sechskant-Doppelpyramide oder Farbwürfel
Die Darstellungen des dreidimensionalen Farbraums in einem einzigen zweidimensionalen vereinfachten «Farbschema» (zum Beispiel nur mit Grundfarben) ist grundsätzlich nicht unmöglich. Dafür eignet sich zum Beispiel ein transparenter Farbwürfel mit Grundfarben, siehe Farbwürfel 60° Vorderseite. Werden Farben zwischen den Grundfarben ausgemischt, überdecken diese dann aber die Ansicht auf alle Farben. Einzig einzelne bedeutende Farben (wie das neutrale Grau) können in einer versetzten Ansicht auf den transparenten Farbwürfel noch dargestellt werden. Bei anderen Darstellungen muss man zwangsläufig den dreidimensionalen Farbraum auseinandernehmen um alle Farben darstellen zu können die man zeigen möchte. Diese sind somit geteilt in mehrere Teile. Der Farbraum aber ist in einem Farbmodell immer noch ungeteilt.
Ich empfehle ein «Farbschema» oder «Basisschema der Farbenlehre» wie dieses: Farbschema zur Farbenlehre, also weder ein Kreis mit Sechsecken oder ein Sechseck mit Kreisen und schon gar nicht ein Seckseck mit unterschiedlichen unpassenden Formen!
Küppers «Farbensonne» und «Super-Fabensonne» ungeeignet zur Darstellung der Farbenvielfalt
Unterschiedliche, einseitige und unsymmetrisch Einteilung der Farben in der «Farbensonne» und «Supper-Faben-Sonne» von Harald Küppers.
Aus «Küppers Farbenkompass»:
Die Super-Farbensonne ist eine zweidimensionale Darstellung der dreidimensionalen Farbenvielfalt
- Die Küppers «Farbensonne» ist so eingeteilt, dass es mehr dunkle als helle Farben gibt.
- Die Farben der Farbensonne von Küppers sind im Farbwürfel oder Romboeder nicht gleichmässig verteilt.
Fazit: Küppers «Farbensonne» und «Super-Farbensonne» sind im Grunde unsymmetische Spektren zu Weiss, Schwarz und Grau, siehe 4.3 Spektrum. Spektren decken nicht den gesammten Farbraum ab, so dass sie ungeeignet sind um möglichst viele Farben darzustellen also für einen «Zugang zur Farbenvielfalt». Dafür eignen sich symmetrische Farbatlasse die den ganzen Farbraum gleichmässig abdecken, siehe 4.4 Farbatlas. Küppers «Farbensonnen» beinhalten also nicht «viele» Farben sondern bei den einen (Grund-)Farben einseitig mehr als bei anderen Farben.
Die drei Abbildungen der «Sechsecke gleicher Unbuntart» gibt es nicht im Farbwürfel/Sechskant-Doppelpyramide und Doppelkegel.
Aus den Büchern von Harald Küppers: «Schnellkurs Farbenlehre» auf Seite 121 und «Schule der Farben» Farbabbildung 22.
Siehe Bild: Farbwürfel 30° Rückseite, Grundriss neutrales Grau, intransparenter Farbwürfel 30°, Ansicht von oben.
Dieses Modell gibt es nicht im Farbwürfel/Sechskant-Doppelpyramide und Doppelkegel.
Hinweis: Nicht alle Farben sind im Farbwürfel (Farbatlas) und in der Sechskant-Doppelpyramide.
Fazit: Dieses Modell und diese Bilder («Sechsecke gleicher Unbuntart»), ausser die zu Weiss und Schwarz, gibt es nicht im Farbwürfel/Sechskant-Doppelpyramide und Doppelkegel.
Fragwürdige «Farbmischgesetze»: Eine «Farbnuance» kann maximal aus vier Teilmengen bestehen?
Aus dem Buch von Harald Küppers: «Schnellkurs Farbenlehre» auf Seite 95.
Eine Farbnuance kann maximal aus vier Teilmengenbestehen.
Fazit: Nur schon zum Beispiel beim Malen, kann ich eine «Farbnuance» aus vielen Farben mischen.
Warum ist das Rhomboeder von Küppers der ideale Farbraum?
Aus dem Buch von Harald Küppers: «Schnellkurs Farbenlehre» auf Seite 125:
Das Rhomboeder ist der ideale Farbraum schlechthin. Es erklärt sowohl die Gesetzmässigkeit, nach der das Sehorgan arbeitet, als auch die verschiedenen Farbmischgesetze. Es erklärt die Additive und die Subtraktive Mischung, die Inegrierte Mischung, die Weiss-, Bunt- und die Schwarzmischung uns die Graumischung.
Wie aber das der Rhomboeder-Farbraum erklärt, wird nicht erläutert.
Aus dem Buch von Harald Küppers: «Das Grundgesetz der Farbenlehre» auf Seite 64
Wir haben kein Indiz dafür, anzunehmen, dass die drei Urfarben, die wir jetzt als Vektoren verstehen, sich unereinander in ihrer Wertigkeit und Bedeutung unterscheiden. Offensichtlich sind sie gleichrangig und müssen demzufolge auch als gleichberechtig gelten.
Wer ist «wir»? Richtig ist, dass Küppers kein «Indiz» hat. Was versteht Küppers unter «Wertigkeit» und «Bedeutung»? Unter den «drei Urfarben» versteht Küppers vermutlich Rot, Grün, Blau oder Cyan, Magenta und Gelb. Genau diese Farben sind aber auch in anderen Farbräumen «gleichrangig» also haben den gleichen Abstand zu einander. Also wieder kein Grund für Küppers Farbraum.
Richtig ist dies: Die bunten additiven oder substraktiven Grundfarben sind so angeordnet, dass sie den gleichen Abstand zu Weiss oder Schwarz haben. Warum müssen sie das haben? Jede Farbe in einem paralell eingerasterten Farbwürfel hat den gleichen Abstand zu einer benachbarten Farben. Die ist im Rhomboeder nicht der Fall. Auch wenn Küppers den Farbraster von Alfred Hickethier übernommen und im seinem Farbraum verzerrt hat.
Warum das Rhomboeder von Küppers nicht der ideale Farbraum ist
- Unbegründet oder dürftig bis schlecht begrüdeter Farbraum
- Farbraster im Farbraum ist nicht symmetisch paralell
- Farben haben nicht den gleichen Abstand zu einander
- Rhomboeder ist patentiert
Fazit: Für mich liefert Küppers keine plausible und logische Begründung für ein Rhomboeder-Farbraum. Die Grauachse wird in diesem Farbraum künstlich verlängert, ohne die Konsequenzen daraus zu ziehen. Küppers Rhomboeder-Farbraum ist wohl in Wirklichkeit ein ein die Länge gezogener Farbwürfel. Das werden einige Gründe sein, dass sich Küppers Farbraum nicht durchgesetzt hat.
Küppers Farbenatlas wenig mit symmetrischen Farbwürfel gemeinsam
Aus dem Buch von Harald Küppers: «Schnellkurs Farbenlehre» auf Seite 136 zum Farbwürfel.
Denn nicht nur die Aussenflächen, sondern alle Schnittebenen, die paralell zu den Aussenflächen geführt werden, sind Quadrate. Durch diese Tatsache ist es technisch leicht möglich den Inhalt des Farbenraumes in systematischen Farbtabellen darzustellen und daraus einen Farbenatlas anzufertigen, wie das bei meinem Buch DuMont's Farbenatlas geschehen ist.
Der Farbwürfel von Alfred Hickethier und die Farben darin sind klar symmetrisch und paralell eingeteilt. Das ist der Farbenatlas von Harald Küppers klar nicht. Einzig die Unterteilung der Farben zwischen den Grundfarben ist gleich. Aus dem Farbraum des Farbwürfels mit parallelen Schnitten entlang der Aussenflächen ergibt sich nie einen «Farbenatlas» wie der von Harald Küppers. Das ist schlicht unmöglich. Der DuMont's Farbenatlas enspringt richtigerweise folgendermassen: Die Farben auf der Aussenflächen des Farbwürfels werden alle zu Schwarz vermischt. Dieser spezielle «Farbenatlas» von Küppers ähnelt dem Farbatlas zu Schwarz, siehe Farbatlas zu Schwarz. Unverständlich aber, warum er ein symmetrisches und paralelles mit einem unparalellen Farbordnungssystem vermischt.
Warum der «Farbenatlas» von Küppers nicht ideal ist
- Falsch erklärt in Büchern
- Farbraster im Farbraum ist nicht symmetisch paralell
- Symmetischen und paralellen mit unsymmetrischen und unparalellen Farbraster gemischt
- Farben haben nicht den gleichen Abstand zu einander
- Zu viele dunkle Farben also Farben bei Schwarz
- «Farbenatlas» ist patentiert
Fazit: Aus dem «Inhalt des Farbenraumes» des Farbwürfels von Alfred Hickethiers kann man keinen «Farbenatlas» wie der von Harald Küppers anfertigen. DuMont's Farbenatlas von Harald Küppers ist nicht paralell und systematischen nach dem Farbwürfel angefertigt worden und hat also wenig mit Alfred Hickethiers Farbwürfel gemeinsam.
Für Küppers gibt es keine «warmen» und «kalte» Farben
Aus dem Buch von Harald Küppers: «Schnellkurs Farbenlehre» auf Seite 157.
Gibt es sieben Farbkontraste? Nein! Der Itten'sche Warm-kalt-Kontrast ist eine Konstellation des Merkmals Buntart.
Wer alles warme und kalte Farben kennt:
- Goethe, Johann Wolfgang von
- Itten Johannes
- Parramón José Maria
- Crüger Ingrid
- Johansson, Donald
- Zwick, Carola und Schmitz Burkhard
- Fraser Tom and Banks Adam (zum Beispiel: Blau = Kühle, Rot = Wärme)
- Bachmann Ulrich
- Waldschmidt, Brigitte
- Weber Helen
- Welsch, Norbert
- Hammer Norbert
Fazit: Es ist wohl allgemein unbestritten, dass es warme und kalte Farben gibt. Siehe auch Wikipedia: Warme Farbe oder Wikipedia: Kalte Farbe.
Unterschiedliche Darstellung gleicher Farben in gedruckten Materialien
Die Theorie ist das Eine, die Praxis das Andere. In Harald Küppers Büchern, DuMont Farbenatlas und Küppers' Farbenkompass sind gleiche Farben unterschiedlich abgedruckt.
Küppers Basisschema der Farbenlehre.
- «Das Grundgesetz der Farbenlehre»: Blau ist leicht drunkler.
- «Schule der Farben»: Blau hat mehr Magenta.
- «Schnellkurs Farbenlehre»: Blau und Magenta sind leicht dunkler.
- «Basisschema der Farbenlehre»: Rot, Grün, Blau und Magenta sind sehr hell.
- «Harmonielehre der Farben»: Unregelmässigkeiten bei Blau. Rot, Grün und Cyan sind heller.
- «DuMont Farbenatlas»: Nahezu identisch mit «Das Grundgesetz der Farbenlehre».
Fazit: Wie sieht denn nun eine Farbe gedruckt richtig aus? Einzig die Farben im Buch «Das Grundgesetz der Farbenlehre» Ausgabe 1997 und im «DuMont Farbenatlas» Ausgabe 2007 sind nahezu identisch. Wenn Küppers zu wissen scheint, wie man die Farben am besten zu drucken habe, warum sind dann seine Druckerzeugnisse so unterschiedlich? Küppers' Farbenkompass ist so komplett unbrauchbar!
Kommentar: Mein Fazit aus den Büchern und Materialien die ich zur Zeit habe.
Empfehlenswert gut gedruckte Bücher sind folgende:
- Ames Jim, 1996: Color Theory Made Easy
- Zwick, Carola and Schmitz Burkhard / Studio 7.5, 2003: Digital Colour for the Internet and Other Media
- Fraser Tom and Banks Adam, 2004: Designer's Color Manual
- Weber Helen, 2006: Digitale Farbe, Handbuch Farbkomposition and Handbuch Farbkomposition - Webcolors.
- Welsch, Norbert and Liebmann, Claus Chr., 2007: colors: Natur, Technik, Kunst
- Hammer Norbert, 2008: Mediendesign für Studium und Beruf
Mehrere unterschiedliche Bücher/Materialien gleichmässig gedruckt sind:
- Weber Helen, 2006: Digitale Farbe, Handbuch Farbkomposition and Handbuch Farbkomposition - Webcolors.
Gut gedruckte Bücher mit teilweise guten «Farbschemas» sind:
- Ames Jim, 1996: Color Theory Made Easy
- Weber Helen, 2006: Digitale Farbe, Handbuch Farbkomposition and Handbuch Farbkomposition - Webcolors.
- Welsch, Norbert and Liebmann, Claus Chr., 2007: colors: Natur, Technik, Kunst
Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Küppers benötig fälschlicherweise 4 Werte für eine Farbe zu bestimmen.
Ein dreidimensionalen Raum benötigt 3 Werte für einen Punkt zu bestimmen. Egal um welchen Farbraum es sich handelt und wie man die 3 Werte bezeichnet.
Schluss
So weit mal einige Punkte. Seite wird aktuell gehalten.

