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Der Linux Desktop im Vergleich zu Vista und Mac

Submitted by zwahlendesign on Tue, 2007-06-12 23:57
  • Linux
  • Operating System
  • Unix

Vista wurde zu stark gehypt und enttäuscht nun zu Recht.
Für Unternehmen ist Vista derzeit kein Thema.
Microsoft verliert bereits weiter an Beliebtheit [1].

Linux

Die Zahl der Linux-Desktops wächst kontinuierlich. Linux kann Vista locker schlagen.
Aber nicht nur Unternehmen und Behörden setzen immer mehr auf Open-Source-Software, sondern auch Privatanwender nutzen vermehrt freie Software auf dem Desktop.

Apple orientiert sich stetig stärker am privaten Konsumermarkt und ist für Unternehmen wenig interessant. Das zeigt sich auch am kürzlich auf den Markt geworfenen Telefon von Apple, denn das «iPhone» ist nicht für Geschäftskunden konzipiert worden. Zudem will Apple das Geschäft mit Mobiltelefonen zum dritten Standbein machen. Somit würde die Hardware und Software zusammen bei Apple weit weniger als 1/3 ausmachen.

Business-Desktop

Vista: Für Unternehmen ist Vista derzeit kein Thema. Gründe sind die gestiegenen Hardwareanforderungen und Lizenzkosten sowie die kaum nennenswerte Vorteile. Es spricht vieles für Linux, Microsoft hat das Nachsehen [2].

Linux:

«Seit Ende letzten Jahres ist Linux im Businessumfeld etabliert»
Zitat Toni Bernal, Verantwortlicher für Suse-Produkte in der Schweiz.
«Linux erklimmt den Desktop»
InfoWeek.ch 24.04.2006
«Beliebtes Linux: Die Wahlmöglichkeiten zwischen kommerzieller und Open-Source-Software werden auch 2007 für die Anwendergemeinde wachsen. Und nicht nur Firmen, auch die öffentliche Hand erwärmt sich gern für Linux und OS-Applikationen, gerade auch als Alternative zu Windows.»
Computerworld 12.01.2007 Vista kommt, Linux bleibt . Siehe dazu auch PC Professionell Linux 02/2007
«Sprung auf den Business-Desktop»
. Suse-Chef Richard:
«Linux läuft auf mehr Desktops als Mac OS»
.
«Wie Sie bestimmt wissen, hat sich Linux aktuell einen Marktanteil von etwa sechs bis sieben Prozent auf dem Desktop erobert. Das ist besser als Apple zu seinen besten Zeiten.»
Zitat Suse-Chef Richard Seibt 10.03.2003 ZDNet Linux läuft auf mehr Desktops als Mac OS. Entgegen aller Vorurteilen bieten Linux-Firmen exzellenten, transparenten und raschen Support. Linux ist kostengünstiger. Quelle: Computerwoche Ausgabe 02/2006 Linux oder Windows -Was ist günstiger? Eine Kosteneinsparung mit Linux-Desktops ist je nach Grösse des Unternehmens bis zu 12% realisierbar. Linux als Server Betriebssysteme können bis 34% und Open Source Datenbanken eine Einsparung von 31% ergeben. Quelle: Soreon Research Open Source und proprietäre Software im Vergleich

Mac: Apple macht den Grossteil seines Umsatzes nicht mit Computer oder Software, sondern in der Unterhaltungsbranche und zwar mit portablen MP3-Player («iPod») sowie Musik und Filmen im «iTunes Store». Am 09.01.2007 streichte Apple das «Computer» aus dem Firmennamen. «Apple will zum führenden Anbieter der Konsumelektroniksparte werden.» tagesanzeiger 12. Juni 2007 Apple streicht das «Computer» aus dem Namen.

Apple ist mit seinen iPods und Macbooks sehr erfolgreich im Privatkundengeschäft. Geschäftskunden kritisieren allerdings bisweilen den mangelnden Support von Apple.
Zitat Macwelt 01.06.2007 Apple ignoriert Geschäftskunden.
«Unternehmensfunktionen, beispielsweise zur vereinfachten Verwaltung grosser Mac-Umgebung, sind wohl auch mit Mac OS X 10.5 nicht zu erwarten.»
Computerwoche 32/2006.
«Für einen umfassenden Einzug in die Geschäftsinformatik fehlen Apple die passende Applikationslandschaft und vor allem eine standesgemässe Serviceorganisation.»
«Wir werden es also trotz Leopard und Intel kaum erleben, dass in den Büros dieser Welt plötzlich alle PCs durch Macs ersetzt werden.»
InfoWeek.ch 14/2006

Home-Desktop

Vista: Das System ist auf vielen Computer bereits dabei. Der Marktanteil ist aber mit ca. 3% noch sehr gering.

Linux: «Der Weg auf den Desktop ist gefunden» derstandard.at 14. März 2007. Chris Schläger äusserte sich am 27.02.2006 über Linux noch selbstkritisch. Dennoch sei die Zahl der Linux-Desktops

«kontinuierlich gewachsen»
. Und weiter, Linux könne
«erfolgreich auf dem Desktop eingesetzt werden
, und sei
«auch heute schon häufig die sicherere, flexiblere und kostengünstigere Alternative»
. Wo bleibt der Linux-Desktop?. Zurecht ist der Linux-Desktop sehr stark im kommen. Denn bereits 2001 stellte heise.de in einer Umfrage fest, dass die Mehrheit der Linuxuser das Betriebssystem auch auf dem Desktop einsetzen.
Unterm Strich setzen also fast 85 Prozent der Befragten das freie Betriebssystem (auch) auf dem Desktop ein - so viel zum Thema ‘Linux taugt nicht für den Desktop’
c't 17/2001 Und was machen Sie mit Linux? Gemäss einer Umfrage von derstandard.at setzen 21.7% Linux auf dem Desktop ein. Umfrage: Setzen Sie Linux am Desktop ein?

Mac: Apples zu starke Fokusierung auf den privaten Desktop ist zugleich auch die grösste Schwäche.

1. Hardware-Anforderungen und Unterstützung

Vista: Windows Vista hat sehr hohe Hardwarenaforderungen. Zudem fehlen wie bei jeder neuen Einführung eines Windows Betriebssystems etliche Treiber. Bei Notebooks gibt es zudem Logo-Lügen, langsamere Bediengeschwindigkeit und geringe Laufzeit c't 6/2007 oder c't magazin.tv 3/3/2007 Fit für Vista? Windows Vista Hardware-Anforderungen «Genügend» PCtipp 1/2007. Weiter ist Vista in der Kritik, umweltschädigend zu sein:Greenpeace: Windows Vista - Müll für die (dritte) Welt

Linux: Sehr viel Hardware wird unterstützt. Sogar auf sehr alten Rechner ist Linux immer noch einsetzbar und läuft flüssig. Zudem gibt es immer mehr Open Source Treiber.

Mac: Nur sehr wenig Hardware wird unterstützt, diese aber gut.

2. Installation

Vista: Wenig Treiber, gerade für Notebooks. «Im Treiberland schläft man leider noch» PC Professionell 3./2007. Die Installation dauert ca. 35-40 Minuten. Quelle: Workshop: Automatische Vista-Installation

«Im Schnitt sollte man dafür eine Stunde einrechnen»
PCtipp 1/2007.
Allerdings kann die Installationsdauer - vor allem, wenn man auf ein altes System "draufinstalliert" - schnell mehr als eine Stunde oder sogar noch länger dauern. Stuttgarter Zeitung 4.01.2007,
PS: Vista kann man aber auch in 2 Minuten «installieren» Vista install in 2 minutes ;-)

Linux:

«Die Installation erfolgt in sechs einfachen Schritten.»
PC Professionell 3/2007. Je nach Hardware (leere Festplatte oder daneben noch Windows XP behalten sowie gute Linux-Kompatibilität) und Distribution erfolgt die Installation in etwa 15-20 Minuten. Installations-Support gibt es von diversen Distributionen.

Mac OS: Einfachere Installation als Vista in ca. 20-30 Minuten. Negativ: Der Netzwerkassistent.

«Ein Fehler wird gemeldet - die Netzverbinung konnte nicht automatisch eingerichtet werden.»
PC Professionell 3/2007.

3. Grafische Benutzeroberfläche und Look and Fell

Vista: Vista kommt mit einer bunten Farbenvielfalt daher. Bunt aber wenigstens einheitlich.

«Aeor-Transparenz verwirrt das Auge...»
«Nett anzuschauen, begrenzter Nutzwert»
PC Professionell 3/2007.
«Windows Vista sieht schick und modern aus.»
so PCtipp, aber weiter:
«Die Sidebar und Windows Flip 3D gehören hingegen in die Kategorie "witzig, aber nutzlos"».
Die Bewertung fällt denn auch nur
«Gut»
aus PCtipp 1/2007

Linux: Das Design ist generell klar, zeitlos, sachlich und lenkt nicht ab. Die grafische Benutzeroberfläche kann man konkret wählen. Allgemein lässt sich aber kein einheitliches Urteil über die grafische Benutzeroberfläche von Linux abgeben, da es sehr verschiedene Varianten (Distributionen) von Linux gibt. Das Aussehen reicht von sehr «Windows ähnlich» bis sehr «Mac like». PC Professionell hält das Design von Linux aber generell für

«weniger trendig»
und vermuten, dass die Entwicklung der Oberfläche vielleicht
«ein paar Jahre»
zurückliege, so PC Professionell 3/2007 über Ubuntu 6.10 mit GNOME. Linux-Desktops gibt es aber auch mit KDE. Und seit Compiz, Beryl und Metisse alles andere (auch den Mac Desktop) in den Schatten stellen, erübrigt sich die Trend-Frage.
«Fantastisch! Linux-Grafik, die alles in den Schatten stellt»
Linux Magazin 7/2007

Mac OS: Das Desing soll

«grafisch ansprechend»
sein so PC Professionell 3/2007. Macwelt ist da anderer Meinung und spricht von einem regelrechten «Wildwuchs» so Macwelt 6/2007. Mindestens drei Design-Varianten kommen gleichzeitig zur Anwendung. Verändern und vereinheitlichen kann der Benutzer den «Wildwuchs» nicht. Erstaunlich, will doch Apple gerade die Käufer ansprechen, die vorwiegend auf das Design achten. Macwelt meint: «Derzeit liegt hier einiges im Argen» Macwelt 6/2007

4. Sicherheit

Vista: Windows Vista ist gegenüber XP und Mac zwar sicherer geworden, aber gegen Linux scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Auch gegenüber XP ist Vista nur wenig sicherer geworden. Quelle: CRN TEST CENTER 5/2007 Test: Vista und XP gleichermassen unsicher Die Bewertung fällt denn auch

«Genügend»
aus PCtipp 1/2007

Linux: Linux/Unix-Systeme sind sehr sicher und werden daher auch als Server eingesetzt. Unix und Linux Systeme sind generell sicherer als Windows Systeme. Aber Sicherheit beruht auch auf Systempflege [7]. Linux ist Unix ähnlich, doch ist ein Leck entdeckt, wird dieser so schnell wie möglich bekannt gegeben (nicht wie bei Microsoft oder Apple wo gewartet und geschwiegen wird bis es eine mögliche Lösung gibt, denn eine Sicherheitsleck ohne Lösung ist schlechte Werbung, die Open Source Community aber ist Sicherheit wichtiger als «Werbung» und gibt ein Leck früh bekannt) und eine Vielzahl von erfahrenen und bekannten Programmierern helfen das Problem sehr rasch zu lösen.

Mac: Sicherer als Windows XP und es gibt auch recht wenig Viren für diese Plattform, aber dennoch ist die Sicherheit von Mac OS immer noch verbesserungswürdig. Seit 2006 weiss man aber, dass Mac OS X einige Sicherheitsmängel aufweisst [3][4] und immer noch unsicherer als zum Beispiel Vista ist [5]. Mac OS X hat zwar ein Unix Unterbau (BSD), alles andere aber ist «Apple speziell» und nur einige Apple Programmierer können Sicherheitslöcher stopfen. Bei der QuickTime Sicherheitslücke, die nicht nur Mac OS bedroht sondern auch Windows Vista, schwieg Apple das Problem 5 Tage tot. Dann gab Apple eine knappe Reaktion: "Java abschalten". Das Verhalten von Apple ist symtomatisch. [5]

Sicherheitslecks 2006

Linux hatte 2006 am wenigsten Sicherheitslecks. 50% der Lecks ermöglichen einen vollen Systemzugriff!

Sicherheitslecks
Microsoft Linux Apple
Windows Vista Linux Mac OS
Sicherheitslecks 3.1% 1.2% 1.9%

Quelle: IBM ISS X-Force InfoWeek 03/2007: Lecks und ihre Folgen

5. Bedienung/Produktivität

Vista:

«Die Klickarbeit mit dem Vista-Explorer ist keinesfalls effizienter als mit Windows XP, im Gegenteil»
PC Professionell 4/2007.
«Praktisch ist die systemweite Suche»
PC Professionell 4/2007.
«... noch nie reichte ein Windows-Betriebssystem in punkto Bedienkomfort so sehr an das gerade aktuelle Mac-System wie Vista an Mac-OS X 10.4.»
Macwelt 6/2007.
«Die Sidebar und Windows Flip 3D gehören hingegen in die Kategorie "witzig, aber nutzlos"».
Die Bewertung fällt denn auch nur
«Gut»
aus PCtipp 1/2007

Linux: Sehr flexibel. Auswahl von verschiedenen Desktops (KDE, GNOME). OpenOffice biete guter Datenaustausch und PDF Export so PC Professionell 4/2007. Mit den 3D Desktops «Beryl», «Compiz» und «Metisse» stellt Linux alle anderen in den Schatten. Die optischen Effekten gelten aber als «strategische Bedeutung für ein Betriebssystem» und bieten wenig messbaren Nutzwert. Metisse aber bietet eine sehr schnelle und gut zu bedienende Arbeitsoberfläche. Quelle: Linux Magazin 7/2007

Mac: Die Buttons zum Verkleinern befinden sich an anderer Stelle (oben Links).

«Der Finder am Mac arbeitet doch sehr anders und bremst bei Datei-Aktionen erheblich»
. Lotus Notes 7 für Mac
«nicht verwendbar»
PC Professionell 4/2007. Der eingeschränkte Dateibetrachter «Finder» oder das zwar schön aussehende aber platz-verschwenderische «Dock» tragen nicht zu mehr Bedienerfreundlichkeit bei.
Ausserdem wird selbst auf dem grössten Monitor schnell der Platz knapp, wenn man die am häufigsten benutzten Programme und Ordner im Dock ablegt und viele Fenster verkleinert. Störend: Fenster berücksichtigen beim automatischen Zoomen auf volle Bildschirmgrösse das Dock nicht. Horizontale Scrollbalken und die Vergrösserungsecke von Fenstern verschwinden deshalb regelmässig darunter.
c't 7/2001 Die nächste Generation. Nine Reasons the Apple Dock Still Sucks. Virtuelle Dektops, wie man sie schon länger unter Linux kennt, führt Apple erst im Herbst 2007 mit Mac OS 10.5 ein.

6. Anwendungen für Vista, Linux und Mac

Vista: Viele Programme erfüllen den gleichen Zweck. Anzahlmässig ist die Windows-Plattform den anderen noch überlegen. Microsoft Office 2007 ist in der Bedienung grundlegend anders, erfodert Umschulung und ist vorerst nur für Windows verfügbar. Microsoft diktiert, welche Software «gut» ist und welche «schlecht» ist und kann Programme sogar löschen!

Linux: In den TOP 3 der meist benötigsten Anwendungen ist die Linux-Plattform führend vor Mac und Windows. Für Linux gibt es mehr Software als für Mac, ca. 18000 Programme. Windows-Anwendungen können unter Linux auch ohne Emulation und Windows Betriebssystem verwendet werden. Die beste Microsoft Office Alternaive «OpenOffice.org» oder «StarOffice» laufen auf allen drei Plattformen, sind identisch bedienbar und unterstützen ISO zertifizierte, standardisierte und richtig offene Formate (Microsofts neues eigenes Office Format «Office Open XML» ist nur halb offen und nicht standardisiert). Spiele und spezielle Anwendungen gibt es zwar weniger als für Windows, aber Masse ist ja bekanntlich nicht Klasse. Viele Windows Spiele können auch unter Linux (und ohne Windows Lizenz) gespielt werden.

Mac: Mit 12000 Programmen, die teilweise Spezialgebiete abdecken, liegt die Mac Plattform hinter Linux. Das Office von Microsoft für den Mac hinkt der Windows Version generell ca. 1 Jahr hinterher, und ist in der Bedienung komplett anders. Die Datenbank Access gibt es nicht für Mac. Wenn es keine Portierung von Windows-Spiele gibt, oder es zu keinem Einsatz von Windows auf dem Mac kommt, dann ist es praktisch unmöglich in den Genuss von Windows Spiele zu kommen.

Nutzung privater Computer in Deutschland 2006
Tätigkeiten Prozent Vista Linux Mac
Windows Vista Linux Mac OS
Quelle Prozentzahlen: acta-online.de
Schreiben, Textverarbeitung 19.14 % ++ + +
Austausch von Nachrichten, E-Mails 15.49 % + ++ +
Fotos speichern, verwalten, präsentieren 11.83 % o + +
Spielen 11.04 % + o o
Musik-CDs kopieren oder individuelle Musik-CDs brennen 9.17 % + + +
Fotobearbeitung 8.23 % ++ + ++
Lernen, Fortbildung (Programmieren) 8.08 % + + o
Einkommensteuer-, Lohnsteuererklärung 5.33 % + + +
Speichern, Kopieren, Umformatieren von Musikdateien 4.85 % + ++ +
Filme, Fernsehsendungen auf DVD brennen, kopieren 2.95 % + + +
Speichern, Kopieren oder Umformatieren von Film-, Videodateien 2.44 % + + +
Videoschnitt, Videobearbeitung 1.45 % ++ + ++

Legende: ++: Sehr gut, +: Gut, o: Zufriedenstellend, -:Schlecht, --: Sehr schlecht.

Fazit für Anwendungen: Die Windows-Plattform hat die Nase vorn. Linux und Mac sind gleich auf. Bei diversen Anwendungen ist aber der Mac keine Alternative zu Linux. Quelle: Linux-Community 24.05.2007 MacOS X ist keine Alternative zu Linux

7. Kosten

Vista: Nicht nur die Lizenzkosten sind gestiegen. Mit Vista erhöht sich die Hardwarenaforderungen und somit die Hardwarekosten.

Linux ist kostengünstiger. Quelle: Computerwoche Ausgabe 02/2006 Linux oder Windows -Was ist günstiger? Eine Kosteneinsparung mit Linux-Desktops ist je nach Grösse des Unternehmens bis zu 12% realisierbar. Linux als Server Betriebssysteme können bis 34% und Open Source Datenbanken eine Einsparung von 31% ergeben. Quelle: Soreon Research Open Source und proprietäre Software im Vergleich

Mac: Das Betriebssystem allein ist in den Kosten moderat. Die Hardware ist aber teuer, da Apple ein künstliches Monopol aufrecht erhält.

8. Lizenz

Vista: Was Sie alles akzeptieren, wenn Sie auf die Vista EULA mit «Ja» akzeptieren.

Die wichtigsten Punkte zur Vista Lizenz

  1. Regelmässige Verbindung (zur Validierung) mit Microsoft ohne den Benutzer im Einzelfall zu informieren (EULA, Punkt 7)
  2. Microsoft kann Ihr Rechner deaktivieren und Updates verweigern, wenn die regelmässige Validierung fehl schlägt. (EULA, Punkt 5)
  3. Microsoft kann «potenziell unerwünschte Software» ohne Nachfrage vom Rechner entfernen (EULA, Punkt 6)
  4. Bei jeder Hardwareänderung wird mit Microsoft Kontakt aufgenommen (Validierung).

Die wichtigsten Punkte zur XP Lizenz

  1. Bei Updates können EULA Bedingungen geändert werden, wenn die Firma es wünscht
  2. Erlaubt Microsoft Informationen über das System und dessen Benutzung zu sammeln
  3. Erlaubt Microsoft die Informationen an andere Organisationen weiterzugeben
  4. Erlaubt Microsoft ohne vorheriges Fragen die Computer Einstellungen zu ändern
  5. Behebungen von Fehler, Updates und Patches werden nicht zwingend zur Verfügung gestellt
  6. Garantie in den ersten 90 Tagen

Fazit: Datenschutz adé! Ihr Rechner wird ständig ausgespät.

Prima: Installiere ich Vista, dann durchstöbert Microsoft regelmässig meine Festplatte und löscht, was ihm dort missfällt, respektive funkt Interessantes nach Redmond. Lasse ich die regelmässige Überwachung nicht zu, knipst mir Microsoft das Betriebssystem mangels "Validierung" aus.

Zitat Jörg Luther, Linuxuser 12/2006 Ich spiele nicht mehr mit. Mehr Infos: Die neuen Lizenzen von Microsoft auf dem Prüfstand

Linux: GNU General public License (GPL)

  1. Freiheit zum Kopieren. Verändern und weiterverbreiten von Software
  2. Erlaubt es nicht einem Nutzer die Freiheit anderer einzuschränken
  3. Deckt die Sicherung der Rechte der Benutzer zum kopieren, bearbeiten und weiterverbreiten von Software
  4. Jedes Patent muss für alle Benutzungen frei sein oder garnicht
  5. Veränderungen an Software dürfen keine Lizenzgebühren enthalten
  6. Kann verkauft werden, wenn der Nutzer es möchte und für Service Leistungen kann Geld verlangt werden
  7. Quellcode muss zur Verfügung gestellt werden

Mac: Der Unterbau ist zwar unter BSD-Lizenz, das Mac OS ist aber proprietär.

Fazit

Vista Linux Mac
Windows Vista Linux Mac OS
Hardware-Anforderungen/Unterstützung o/o ++/+ +/o
Installation o ++ +
Grafische Benutzeroberfläche/Look and Fell +/+ +/+ +/+
Sicherheit o + o
Bedienung/Produktivität +/+ +/+ o/+
Anwendungen ++ + +
Kosten - ++ o
Lizenz -- ++ o

Legende: ++: Sehr gut, +: Gut, o: Zufriedenstellend, -:Schlecht, --: Sehr schlecht.

Vista: Verbesserungen der «Baustelle Vista» sind zu erwarten. Die «Bevormundung» von Microsoft aber wird bleiben, so c't

Viele Treiber fehlen und das Sicherheitskonzept läuft lange noch nicht rund. An so mancher Stelle fragt sich selbst ein wohlwollender Vista-Nutzer, wie Microsoft eine solche Baustelle als fertig bezeichnen kann.
c't 13.04.2007 Zwischenbilanz für Windows Vista Siehe auch «Baustelle Vista» c't 9/07. PCtipp schreibt, Vista bringe «keine fundamentalen Neuerungen» und hält die vielen verschiedene Editionen von Vista für unverständlich! Wenn man keine der Neuerungen benötige, so fahre man mit einem gut funktionierendem XP-System besser, so PCtipp 1/2007 als Fazit. Anmerkung: PCtipp hat die grösste und teuerste Version «Ultimate» von Vista getestet, die gerade nicht für Privatanwender gedacht ist, getestet, denn nur in dieser Version gibt es «Jugendschutz», «Media Center & DVD Maker» und «Backup-Funktionen».

Linux: Während Linux den Business-Desktop erobert, interessieren sich auch immer mehr Privatanwender für das freie Betriebssystem. Potenzial im Home-Desktop hat Linux noch in der tieferen Hardwareunterstützung sowie den Anwendungen wie Spiele. Da Linux sehr kostengünstig ist, kann man das eingesparte Geld (gegenüber den anderen Betriebssystemen) sehr gut für eine Spielkonsole einsetzen. In den Unternehmen liegt das Potenzial bei speziellen Programmen.

Mac: Es sieht so aus, als ob Apples oder Steve Jobs Ziel gar nicht darin liegt, in den Bereich wo Microsoft stark ist, also Software (mit Server und Officeanwendungen) für Unternehmen und Privatanwender, einzudringen und Marktanteile dazu zu gewinnen.

"Wir beabsichtigen nicht, die Weltherrschaft zu erlangen: 80 Prozent Marktanteil ist nicht unser Ziel, wir sind schon über den Zuwachs von einem Prozentpunkt glücklich."
so Steve Jobs beim Treffen von Steve und Bill. Vielmehr wird der Fokus auf den iPod und des iPhones gelegt. Das Design der iMac Computer wurde den portablen Musikplayer «iPod» angelehnt. Und für das iPhone werden sogar Entwickler vom Mac OS Betriebssystems abgezogen. Ein Kommentar dazu von Sebastian Hirsch Steve Jobs überfordert Apple
«Verschiebungen und Fehler häufen sich»
. Und weiter:
«...doch dass jetzt ausgerechnet das iPhone als Grund dafür herhalten muss, dass man dem Mac-Kerngeschäft die Entwickler entzieht, mag manchem Mac-Fan letzter Beweis dafür sein, dass Cupertino keinen Wert mehr legt auf die loyale Mac-Basis.»
Macwelt News 13.04.2007

Schlussfazit: Linux gewinnt! Mac ist knapp vor Vista.

Quellen

  • [1] Computerwoche 6/2007
  • [2] PC Professionell Linux 2/2007.
  • [3] Alte Sicherheitslücken bedrohen Mac OS X
  • [4] Heise Security: Lesenswertes
  • [5] Mac-Hacker: Vista ist sicherer als aktuelles Mac OS X
  • [6] Chip 7/2007
  • [7] Wie sicher ist sicher?

Weitere Vergleiche von Windows, Linux und Mac

  • SUSE gegen Vista
  • Linux im Vergleich zu Windows und Mac
  • Linux – Besser als Windows

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